FFA von  

Workshop 24.09.2014: Frankfurter Programm Würde im Alter – FFA-Begrüßungsrede Doris Pogantke

Workshop 24.09.2014: Frankfurter Programm Würde im Alter – FFA-Begrüßungsrede Doris Pogantke

Bild oben: Doris Pogantke, Leiterin Bürgermeister Menzer Haus

 

Im Namen des Frankfurter Forums für Altenpflege begrüße ich sehr herzlich Hildegard Burkert, Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Gesundheit. Vielen Dank, dass Sie heute eine Rede über das FFA halten werden.

Ebenso herzlich willkommen heiße ich unsere Sozialdezernentin Prof. Daniela Birkenfeld, die seit 2007, dem Beginn ihrer Amtszeit, das „Frankfurter Programm Würde im Alter“ tatkräftig unterstützt. Dafür danken wir Ihnen sehr.

Leider kann Stadtkämmerer Frankfurts, Uwe Becker, heute nicht zugegen sein. Ihm gilt ein Gruß und Dank dafür, dass er als Sozialdezernent 2006 das Frankfurter Programm von 2,7 auf 3 Mio. Euro aufstockte, was allen Heimen einen Zugang zu diesem Programm ermöglichte.

Ich begrüße alle am Workshop Beteiligten sehr herzlich. Wir haben uns für den heutigen Tag viel vorgenommen. Gemeinsam wollen wir uns kritisch Klarheit darüber verschaffen, wie weit wir mit den Projekten des Frankfurter Programms gekommen sind. Gemeinsam wollen wir uns darüber Gedanken machen, wie einer künftigen Bewohnerschaft mit starken Selbstbestimmungstendenzen ein Leben in Selbstbestimmung zu gewährleisten ist.

Noch ein Wort zum Frankfurter Forum. Das FFA ist ein demokratischer Kommunikationsverbund von derzeit 40 Heimleitenden, deren Träger freigemeinnützig, kommunal und privat organisiert sind. Diese Zusammenarbeit ist einmalig in Deutschland. Sie klappt nur deshalb so gut, weil sich das Forum seit 1994 den Werten Selbstbestimmung, Selbstverantwortung,  Selbsthilfe,  Selbstorganisation und Authentizität verschrieben hat.

Als im Jahre 1998 die ZDF-Reportage „Abgezockt und totgepflegt“ ausgestrahlt wurde, waren alle Heimleitenden entsetzt. Jedoch verteidigten sie sich damals nicht gleich gegen die TV-Vorwürfe, sondern fragten: „Was sind die Ursachen für Zeitdruck und Missstände in unseren Häusern?“ Die daraus erwachsenen Argumente aus der Pflegepraxis des FFA überzeugten damals die Kommunalpolitiker der Parteien CDU, FDP, GRÜNE, SPD. Die Stadt Frankfurt stellte daher ihre desorientierten Bürgerinnen und Bürger unter ihren Schutz.

Bis heute trägt die Stadtverordnetenversammlung dieses Programm mit. Jede Kommune hat ihre Besonderheit. Frankfurt ist ein Drehkreuz, denn von der Bedeutung her liegt die Stadt in der Mitte Deutschlands – mit starker Ausstrahlungskraft. In Frankfurt werden Veränderungen feinfühliger wahrgenommen – auch die in der Pflege!

Was hat sich verändert? Die 68er-Generation zieht in die Heime ein. Diese erwartet ein hohes Maß an Autonomie und Selbstbestimmung. Das stellt uns vor neue Aufgaben. Alle Bewohner haben ein im Grundgesetz verbürgtes Recht auf menschenwürdiges Leben. Unsere Aufgabe ist es, stets Wege zur Realisierung dieses Rechts zu finden.

Für den heutigen Tag wünsche ich Freude, viele gute Ideen, Vertrauen und das Fünkchen Glück, dass zu guten Visionen führt, um die Zukunft mit Zuversicht und Kreativität zu gestalten frei nach dem Motto:

Kultur der Pflege ist Pflege der Kultur.

Im Namen aller hier Anwesenden danke ich Christine Biesinger, die die verantwortungsvolle Aufgabe der Moderation übernommen hat. Sie und Gerhard Reitz werden uns durch den heutigen Tag geleiten.

Vielen Dank dafür.



Mir gefällt dieser Artikel  
1


Kommentare sind geschlossen.