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Umbau des Justina von Cronstetten Stifts ist vollendet

Umbau des Justina von Cronstetten Stifts ist vollendet

Das Pflegeheim in der Frankfurter Arndtstraße 38 ist keine Baustelle mehr. Und vor allem ist nun wieder der Eingang des Hauses voll nutzbar. Nach über vier Jahren Umbauzeit unter Leitung des Architekten Rainer Krebs wurden bei laufendem Betrieb Doppel- in Einzelzimmer umgewandelt. Nun ist im Hause wieder Ruhe eingekehrt und es leben dort 47 Menschen.

Bild oben: Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld lobte Einsatz im Justina von Cronstetten Stift

 

Während sich am 22.09.2016 zur Bauabschlussfeier Bewohner und Festgäste im Festsaal sammelten, bereitete sich eine freudige Stimmung aus. Und dass dieses Abschlussfest kurz nach dem 250-jährigen Stiftungsjubiläums der Stifterin Justina von Cronstetten stattfand, darauf verwies Hausleiter Michael Graber-Dünow. Er kündigte zu Beginn der Feierstunde ein Musikstück von Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) an, das vom “Jan Polivka Trio” ausgeführt wurde. Telemann sei zu Lebzeiten der Stifterin Justina Musikdirektor in Frankfurt gewesen und habe sich um Kirchenmusik in der Katharinenkirche gekümmert. Daran zeigt sich, im Haus wird viel Wert auf Frankfurter Geschichte gelegt.

Nach dem Musikstück wandte sich Frankfurts Sozialdezernentin, Daniela Birkenfeld, an die Gäste und erinnerte sich, dass sie ihren ersten Tag im Amt als Dezernentin vor fast 10 Jahren nachmittags hier im Justina von Cronstetten Stift verbracht habe. Damals habe sie sich von der Stimmung des Hauses sehr angerührt gefühlt. Ferner hob sie das Engagement seiner Mitarbeiter hervor, die für eine familiäre Atmosphäre und für Zuwendung in der Pflege sorgten, auch für alle jene Menschen, die ihr Zimmer nicht mehr verlassen könnten. Das nun umgebaute Haus mitten im Frankfurter Westend sei auch durch den U-Bahn-Anschluss “Palmengarten” gut ans Verkehrsnetz angebunden. Dass es an der Station noch keinen Fahrstuhl gebe, darauf werde sie seitens des Hauses beständig hingewiesen. Sie werde das im Auge behalten, denn das sei für die hier lebenden Menschen wichtig, um künftig besser in die Innenstadt zu gelangen und um lange selbstbestimmt zu leben.

Anschließend ergriff Bernolph Freiherr von Gemmingen-Guttenberg von der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung das Wort. Er drückte seine Freude darüber aus, dass nun der Umbau abgeschlossen ist. Seit 2008 haben man sich mit dem Projekt beschäftigt und damit gerechnet, dass der Umbau in 19 Monaten abgeschlossen werden könne. Die öffentliche Förderung, für die er dankte, habe jedoch ein Vergabeverfahren erforderlich gemacht, das die Zeitplanung stark veränderte. Dennoch habe man – nach langer Zeit des Umbaus – ein Ergebnis erzielt, das sich gelohnt habe. Seitens der Stiftung sei man darauf sehr stolz. Er dankte allen Beteiligten, die zur Realisierung des Projekts beigetragen und auch den Umbau ertragen haben, die damit alle eine große Herkulesaufgabe bewältigten.

 

Text und Foto: Beate Glinski-Krause

 



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