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PRESSEMITTEILUNG

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Frankfurter Netzwerk Ethik in der Altenpflege erhielt den Förderpreis Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere 2018

Das am Dr. Senckenbergischen Institut für Geschichte und Ethik der Medizin angesiedelte Drittmittelprojekt – Dr. Thomas Brandecker, Susanne Filbert M.A., Dr. Timo Sauer M.A., Gwendolin Wanderer M.A. – hat den in diesem Jahr zum ersten Mal verliehenen Förderpreis für Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere erhalten. Der mit insgesamt 3.000 Euro dotierte Preis wurde am 3. Dezember 2018 zeitnah zum 70. Jahrestag der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von der Josef und Luise Kraft-Stiftung, der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, der Katholischen Stiftungshochschule München und dem Deutschen Institut für Menschenrechte Berlin verliehen. Mit dem Preis sollen Projekte ausgezeichnet werden, die sich im Besonderen für die Berücksichtigung und den Schutz älterer, hilfsbedürftiger Personen einsetzen. In der Laudatio von Frau Dr. Mahler, Deutsches Institut für Menschenrechte hieß es:

„Die besondere Leistung des Netzwerkes zeigt sich aus meiner Sicht darin, dass Sie eine Leerstelle aufgegriffen haben. Sie haben erkannt, dass es keinen Raum im strukturellen System gab, um sich mit den ethischen Problemen in der Altenpflege auseinander zu setzen, obwohl die tägliche Arbeit eine Vielzahl an Sachverhalten aufzeigt, die zu schwierigen menschenrechtlichen und ethischen Fragen führen.

Hier zeigt sich für mich auch die Verbindung von Menschenrechten, Ethik und den praktischen Problemen in der Altenpflege.“

Ziel des seit 2006 bestehenden Projekts ist die Ausweitung der Angebote der Klinischen Ethik auf den Bereich der stationären Altenpflege. Es wurden zwei interdisziplinäre Ethik-Komitees gegründet, die mit den Angeboten der Ethikberatung, Fortbildung und Leitlinienentwicklung für ca. 40 Pflegeeinrichtungen in Frankfurt am Main zuständig sind. Hinzu kommen ein Ethik-Gesprächskreis – ein niedrig schwelliges Angebot für die Mitarbeiter der Einrichtungen zur ethischen Reflexion der beruflichen Alltagspraxis – und die wissenschaftliche Begleitforschung. Gefördert wird das Projekt von der Stadt Frankfurt am Main (Programm „Würde im Alter“), www.ethiknetzwerk-altenpflege.de .

Der Preis wurde im Rahmen eines öffentlichen Forums im Kompetenzzentrum „Zukunft Alter“ in München vergeben. Neben dem Projekt aus Frankfurt, welches die Projektgründerin, Dr. Gisela Bockenheimer-Lucius, vorstellte, wurde ein Projekt aus Basel zur Gesundheitsversorgung von älteren inhaftierten Personen ausgezeichnet.

 

Bild oben: (v.l.n.r.) Gründerin – Ethikkomitee Altenpflege, Dr. Gisela Bockenheimer, Dr. Timo Sauer M.A., Susanne Filbert, Gwendolin Wanderer M.A.  Foto: Ethikkomitee

Text: Susanne Filbert – Ethikkomitee

 



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