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Neues Versorgungshaus und Wiesenhüttenstift feiert 10 Jahre Bestehen

Neues Versorgungshaus und Wiesenhüttenstift feiert 10 Jahre Bestehen

Eigentlich ist das Pflegeheim mit dem etwas langen Namen „Versorgungshaus und Wiesenhüttenstift“ bereits im Jahr 1817 gegründet worden. Als ältestes Haus seiner Art in Frankfurt am Main wird es 2017 sein zweihundertjähriges Bestehen feiern. Aber im Laufe der Zeit bis heute gab es Neubauten und Umzüge in andere Stadtteile. Somit feierte der letzte Neubau, in dem die gleichnamige Stiftung untergebracht ist, am 1. Juli 2016 sein zehnjähriges Jubiläum.

Bild oben: Versorgungshaus und Wiesenhüttenstift

 

Weil das alte Gebäude nicht mehr den Sicherheitsstandards des Brandschutzes gerecht wurde, habe sich das Pflegeamt der Stadt Frankfurt zum Neubau im Stadtteil Preungesheim entschlossen, sagte Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld in ihrer Rede. „In nur zwei Jahren entstand hier am Gravensteier-Platz ein moderner Neubau“. Darüber hinaus seien nebenan 25 Wohneinheiten für Betreutes Wohnen erbaut worden. Die Menschen, die heute im neuen Pflegeheim wohnen, sind – nach eigenen Verlautbarungen – sehr zufrieden, weil das Haus hell und licht und seine Atmosphäre angenehm sei. Der Stadtteil Preungesheim liegt im Nordwesten Frankfurts und gibt den Blick zum Taunus frei. Dank des neuen Straßenbahnanschlusses der Linie 18 mit Haltestelle in der Nähe des Hauses sind die Bewohnerinnen und Bewohner mit der Tram in gut 20 Minuten auf der Zeil in der Innenstadt. Dabei leben sie in einem ländlich anmutenden Areal. Und vor Kurzem sind vor der Haustüre sogar neue Läden und ein Einkaufszentrum eröffnet worden sowie in Sichtweite ein Eiscafé, das auch über Sitzplätze im Freien verfügt.

 

„Neues Versorgungshaus und Wiesenhüttenstift“

Viele Ereignisse haben sich im vergangen Jahrzehnt im und um das ehrwürdige Wiesenhüttenstift ereignet. Angefangen hat es mit dem Umzug aus dem Frankfurter Nordend ins neue Quartier, der sehr reibungslos verlaufen sei, dank hoher organisatorischer Kraftanstrengung des gesamten Personals. Beatrix Schorr, die Direktorin des Hauses, erfreut es sehr, dass der Standort Kooperationen mit der Carlo-Mierendorf-Schule, mit der Kita am Bogen und vielen weiteren Einrichtungen ermöglicht habe. Das ist in einem gerade neu entstehenden Viertel in besonderer Weise möglich, da alle neu anfangen müssen, Kontakte zu schmieden. Beim ersten gemeinsamen Projekt mit der Schule hätten Schülerinnen und Schüler sowie die Hausbewohnerinnen und –bewohner zusammen gemalt und gebastelt. Daraus habe sich ein reger Austausch zwischen Jung und Alt entwickelt, der bis heute gepflegt werde. Unter anderem wegen dieses Engagements erhielt das Haus 2007 den Frankfurter Nachbarschaftspreis.

Aber auch der pflegefachliche Austausch zwischen Pflegepraktikern, Behörden und Hochschulen findet im Haus statt. Zum Thema „Gewaltprävention in der stationären Altenpflege“ fand 2009 in Kooperation mit der Hessischen Heimaufsicht, weiteren Behörden und dem Frankfurter Forum für Altenpflege eine Fachtagung statt. Erörtert wurde damals unter anderem, was zu tun ist, wenn ein demenziell erkrankter Mensch sehr unruhig wird. Das Personal in Frankfurter Heimen wird schon seit Jahren darin geschult, hier Alternativen zu freiheitsentziehenden Maßnahmen anzubieten. Vor allem wird seit 2001 die psychosoziale Betreuung durch konstante Weiterbildungen umgesetzt. Tagungen tragen dazu bei, dass die Pflegenden in den Heimen lernen, neue Methoden und Techniken anzuwenden, ohne die Freiheitsrechte der pflegebedürftigen Menschen einzuschränken.

 

Text: Beate Glinski-Krause



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