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Frankfurter Forum für Altenpflege: Seit 1993 für mehr Lebensqualität in Pflegeheimen

Frankfurter Forum für Altenpflege: Seit 1993 für mehr Lebensqualität in Pflegeheimen

Auf dem Deutschen Seniorentag – vom 2. bis 6. Juli 2015 im Congress Center der Messe Frankfurt – werden sich auch Träger mit ihren stationären Pflegeangeboten vorstellen. Seit 1993 kümmert sich das Frankfurter Forum für Altenpflege (FFA) trägerübergreifend um Belange der stationären Pflege. Das FFA-Netzwerk besteht aus Heimleitenden, die in 43 Heimen tätig sind und sich regelmäßig treffen, um Erfahrungen offen auszutauschen und Entwicklungen zu besprechen.

Bild oben: Rita Süssmuth als Hauptrednerin 2013 auf dem Jubiläum 20 Jahre FFA in der Frankfurter Paulskirche. Foto: Rolf Oeser

 

Das FFA erkämpfte Ende der 90er Jahre ein Sofortprogramm mit der Kommunalpolitik und vielen Mitstreitern, um desorientierte Menschen angemessen zu betreuten. Dieses Programm – es wurde 2000 im Römer beschlossen – genießt mittlerweile Vorbildcharakter. Es heißt „Frankfurter Programm Würde im Alter“ und dient besonders Menschen, die an demenziellen sowie anderen psychiatrischen Erkrankungen leiden. Die differenzierte Betreuung dieses Personenkreises hatte die Pflegeversicherung seit ihrer Einführung (1995) ausgeblendet. Heute ist die Demenz ein Thema, das Medien und Menschen tagtäglich beschäftigt.

 

Gemeinsamer Austausch über Erfahrungen hilft

Die Stadt hat in das „Frankfurter Programm Würde im Alter“ für die stationäre Pflege bisher über 20 Mio. Euro investiert. Dadurch konnten die Frankfurter Pflegeeinrichtungen ab dem Jahr 2000 Projekte entwickeln, die auf die besonderen Bedürfnisse Demenzkranker zugeschnitten sind. Ziel war und ist es, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Seit 2001 werden beispielsweise Musik- und Ergotherapeuten, aber auch Clowns oder Therapietiere eingesetzt. Auf Unruhezustände oder Kommunikationsprobleme kann gezielt und verständnisvoll eingegangen werden. Das Betreuungspersonal, wozu auch die Ehrenamtlichen gehören, wird kontinuierlich weitergebildet und lernt, sich auf das jeweilige Verhalten desorientierter Personen einzustellen. Die Mitarbeitenden in Frankfurts Heimen sind heimübergreifend miteinander im Gespräch, um Probleme rascher zu erkennen und lebensnah zu lösen.

Um sich noch besser auf die Bewohner beziehen zu können, bringen sie deren Vorlieben und Hobbys in Erfahrung. Auf diesem Wissen basiert z. B. das psychobiografische Pflegemodell nach Erwin Böhm. Es wird in mehreren Pflegeheimen Frankfurts praktiziert. Die Methode geht so weit, dass Möbel aus früheren Jahrzehnten angeschafft werden, damit sich die Bewohner leichter heimisch fühlen. Diese und andere Methoden werden in den Heimen angewendet und weiterentwickelt.

 

Kommunale Informationsplattform für die Stadtgesellschaft

Die Informationsmedien des Frankfurter Forums für Altenpflege ­- wie Broschüren und Homepage – helfen Menschen auf der Suche nach einem geeigneten Pflegeheimplatz durch präzis dargestellte Angebotsprofile der Einrichtungen. Die Homepage gibt darüber hinaus Einblick in die aktuellen Leistungen der Pflegeversicherung, bietet in einem Glossar Erklärungen zu Begriffen der stationären Pflege und enthält einen Pressedienst zu aktuellen Ereignissen.

Angehörige, die ihre Pflegebedürftigen zu Hause pflegen, können sich oft nicht vorstellen, den Ehepartner oder die eigenen Eltern einmal in die stationäre Altenpflege zu geben. Da die Pflege in der Familie – etwa wenn Demenz vorliegt – auch an Grenzen stoßen kann, ist es wichtig, sich rechtzeitig zu informieren, um im Bedarfsfall gewappnet zu sein: Welche Möglichkeiten der Entlastung gibt es für die Pflege zu Hause? Wer nimmt den Pflegebedürftigen auf, wenn die pflegende Tochter Urlaub benötigt? Welche Pflegeeinrichtung gefällt dem pflegebedürftigen Angehörigen? Was kostet stationäre Altenpflege? Die Klärung derartiger Fragen hilft, sich sicherer zu fühlen und Situationen vorzubeugen, in denen die Not rasche Entscheidungen verlangt. Die Broschüre des Forums „Würde im Alter mit Heimvorteil“ liegt im Frankfurt Forum Bürgerberatung am Römerberg 32 aus, kann aber auch online über die Homepage eingesehen werden.

 

Tipp zum Deutschen Seniorentag

Stationäre Pflegeeinrichtungen werden sich auf dem Deutschen Seniorentag der BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen) mit ihren jeweiligen Trägerorganisationen präsentieren.

 

Weitere Informationen

www.FFA-Frankfurt.de

www.frafora-blog.de

www.facebook.com/frafora

 

Kontakt

FRANKFURTER FORUM FÜR ALTENPFLEGE

Beate Glinski-Krause, Leiterin des Netzwerkbüros

E-Mail: info@FFA-Frankfurt.de

Tel.: 069/ 61 99 44 51

 

Text: Beate Glinski-Krause



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